"So bunt ist unser Glaube"

Interessante Ereignisse im Rahmen des Religionsunterrichtes:

Juni 17: Ausflug zur Synagoge in Erfurt

Am Dienstag, dem 20. Juni 2017 machten sich die zwei Religionsgruppen des fünften Jahrgangs (Plath/Rust) auf, um die Alte Synagoge in Erfurt zu erkunden. Am gefühlt heißesten Tag des Jahres bei ausgefallener Klimanlage im Zug fuhr man dennoch gut gelaunt und gespannt in die Landeshauptstadt. Der Weg durch die langsam munter werdende morgendliche Stadt war schon interessant, aber die Anforderungen beim Rundgang durch die alte Synagoge ließ dann alle Gespräche verstummen und gab einer konzentrierten Partnerarbeit Raum. Mit Hilfe von IPhones und Arbeitsblättern wurden wir durch die drei Etagen der Synagoge geleitet, wir lernten die Geschichte der Synagoge kennen, erfuhren viel über den jüdischen Glauben, das jüdische Brauchtum, Hochzeitsbräuche und die Entstehung und den Gebrauch der Tora. Am meisten beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von der Größe der Torarolle und der Kunstfertigkleit des berühmten Hochzeitsringes. Im Eilmarsch ging es nun zum bahnhof zurück, denn versprochen war noch ein kleiner Imbiss in der Bahnhofshalle. Dieser Ausflug hat uns dem Thema Judentum sicher näher gebracht als so manche Unterrichtsstunde im Klassenzimmer.

Mai 17: Wir bauen Häuser

 

In den fünften Klassen entstand in einem vierstündigen Projekt fast ein ganzes Dorf: Im Rahmen des Themas "Welt und Umwelt Jesu" bauten die Schülerinnen und Schüler konzentriert und engagiert Flachbauten nach, wie sie zur Zeit Jesu ausgesehen haben könnten. Natürlich durften auch in Tücher eingehüllte Menschen (eingehüllt "wegen des Sandsturms") und Tiere nicht fehlen. Schafe wurden "der Renner" in den Häusern. Immer wieder gucken die jungen Baumeister auf die Vorlagen, überlegetn, wo die Menschen ihre Berufe ausgeübt hatten, und wie es wohl ist, auf einem Dach zu wohnen und dort Korn zu mahlen oder Töpfe herzustellen. Und das alles ohne Maschinen.

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August 2016 - "Religionstag" für den neuen fünften Jahrgang

"Lege deine Schuhe ab, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden." (Ex 3,5) Dieser Satz war einer der Leitsätze für den Religionstag, den unsere neuen fünften Klassen am Freitag, dem 19. August 2016 zusammen mit ihren Klassenlehrerinnen erleben konnten. In drei Kirchen (St. Martin, St. Ägidien und St. Marien) gab es viel zu erfahren und zu entdecken. An verschiedenen Sationen, die von den Teilnehmerinnen eines Oberstufenkurses und unseren beiden neuen FSJlern betreut wurden, konnten die Fünftklässler etwas aufschreiben, sammeln, malen, erfinden, sich bewegen und vieles andere mehr. Ziel des Tages war es, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Religion in unserem Leben und in unserere Schule nahezubringen. Mit viel Freude, Ernsthaftigkeit und Spaß wurden die Aufgaben gelöst. Sicher wird dieser Tag als ein guter Einstieg in die Auseinandersetzung mit Religion und Glauben in Erinnerung bleiben und zeigen, dass Religion immer etwas mit dem Einzelnen selbst zu tun hat.

Hier geht es zu den schönen Fotos :-)

Bericht aus den Klassen

Dezember 2015: Studientag in Marburg

Fotos

Zwei unserer Religionskurse des 11. Jahrgangs (Rust/Plath) verbrachten am Freitag, dem 18. Dezember 2015 einen sehr vielseitigen und interessanten Studientag in Marburg. Ziel der Unternehmung war der Besuch der Theologischen Fakultät in Marburg und Kennenlernen der Studiengänge sowie in unserem bereits begonnen Jubiläumsjahr der Besuch der Stadt, in der die Namensgeberin unserer Schule, die Hl. Elisabeth, ihre letzte Wirkungsstätte hatte.
Der Weg führte uns zunächst in die beeindruckende und begehrte Aula der alten Universität, wo ein kurzer Vortrag von Prof. Dr. Lukas Bormann über die Bedeutung des Theologen Rudolf Bultmann informierte und Aufklärung in Bezug auf das Thema "Entmythologisierung des Christentums" in der Theologie des 20. Jahrhunderts brachte. ("Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben." Ausgangs-Zitat von Bultmann).
Professor Bormann erläuterte uns im Anschluss das breit angelegte Bildprogramm an den Wänden der Aula, das einerseits die Marburger Religonsgespräche 1529 zum Thema hat, aber auch die Hl. Elisabeth bei der Versorgung der Armen zeigt.
In einem zweiten Teil wurden die Fachbereiche Kath. und Ev. Theologie vorgestellt und für die Studiengänge an der Uni Marburg geworben. Prof. Dr. Rupert M. Scheule sprach über die vielseitigen Möglichkeiten des Studiums der kath. Theologie und Prof. Bormann zeigte uns einen kürzlich entworfenen Werbefilm zum Studium der Ev. Theologie. Im Anschluss sollte dieser Film von den Elftkässlern bewertet werden sowie Fragen zu den Studiengängen gestellt werden. Nach einer Erkundung des alten Kreuzganges und einem Gruppenbild mit Bultmanns Büste wagten wir dann den Aufstieg auf das Schloss.
Ähnlich der Methode nach Lernstationen lernten wir nun von drei versierten Führerinnen Wissenswertes über die Geschichte der Stadt. Schwerpunkte waren die Geschichte der Burg / des Schlosses anhand erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckten Ausgrabungen unter dem Schloss. Wir erfuhren etliches über das frühe Mittelalter und tauchten in die Welt der Ausgrabungen tief unter der Burg ein.
Eine Ausstellung zu Platten großbürgerlicher Eisenöfen des 18. Jahrhunderts (Ausstellung „Biubel in Eisen“)  öffnete uns die Augen für die meisterhafte Welt bildlicher Darstellungen biblischer Szenen in Gebrauchsgegenständen. Ohne Erläuterung wäre es uns sicher nicht gelungen, diese diffizilen Bildwerke zu "lesen", die Aussagen zu entschlüsseln und auch die feine Kritik an Kirche und Bürgertum festzustellen.
Besonderer Schwerpunkt war die Bedeutung und Geschichte der Hl. Elisabeth für Marburg und Hessen sowie die Verbindung Marburgs zu Thüringen. Da unsere versierte und erfahrene Führerin zufällig selbst aus Eisenach stammte, nahmen wir alle wahr, wie herzlich sie diesem Thema verbunden war. Mit Spannung verfolgten wir den Lebensweg der Hl. Elisabeth und ihres Enkels Heinrich an den Orten des Geschehens.
Ein weiteres Thema im Schloss war die Bedeutung des Fürstensaals für die die Marburger Gespräche 1529, rund 300 Jahre nach dem Wirken Elisabeths und ihres Enkels. Selbst wenn Luther und Zwingli nicht genau in dem Fürstensaal "gestritten" haben, sondern in einem wärmeren Nebengemach, sind doch die Diskussionen um die Einheit in den evangelischen Kirchen (Abendmahlsstreit) äußerst eindrücklich erläutert und verstanden worden.
Der Besuch in der Aula, der Fakultät und dem Schloss haben uns die Auseinandersetzung mit Religion und Theologie noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive erhellt.
Der zweite Teil des Tages führte uns auf die andere Seite der Stadt. Wir besuchten Weihnachtsmärkte und bummelten durch die engen Treppchen und Gässchen, die Marburg so romantisch und sehenswert machen. Geplant war dann im Anschluss ein Besuch in der Elisabethkirche, die auf dem ursprünglichen Grab Elisabeths steht. Zehn Jahrgangsteilnehmer hatten sich gründlich auf Referate noch einmal zu den Religionsgesprächen, zu Elisabeth, dem Deutschen Orden, den Grabstätten der Hindenburgs und Friedrichs des Großen in den Seitenschiffen der Kirche vorbereitet, die wir geplant hatten, dort vor Ort zu halten. Leider war dieser Plan nur teilweise umsetzbar, da in der heute evangelischen Elisabethkirche eine Weihnachtsfeier nach der anderen lief. So versuchten wir die Originalschauplätze auszumachen und leise in den Pausen zwischen den Gottesdiensten die Informationen zu streuen. Die eigentlichen und ausführlichen Referate werden in der ersten Stunde nach den Ferien zu hören sein, worauf wir uns freuen.
Voller Eindrücke und zufrieden mit dem Tag traten wir gegen Abend den Rückweg an.
Unser herzlicher Dank gilt Prof. Bormann, der den Tag organsiert hatte, Prof. Scheule, der eigens für uns gekommen war, den drei versierten Museumsführerinnen und nicht zuletzt dem Busfahrer, der uns sicher von A nach B und zurückgefahren hat.

 

Sammelaktion "Briefmarken für Bethel"

In unserem Religionsunterricht hatten wir, Teilnehmer aus den 7ten Klassen der Bergschule St. Elisabeth, im Rahmen des Themas Diakonie die Idee, Briefmarken für Bethel zu sammeln. Bethel ist ein Ortsteil der Bodelschwinghschen Anstalten in der Nähe von Bielefeld, wo bedürftige Menschen unterstützt werden.

Unsere Sammelaktion läuft bis zum 23.Oktober 2015 in der Schule und in den umliegenden Gemeinden. Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, zwei Umzugskartons voll mit Briefmarken nach Bethel zu senden. Durch die Briefmarken helfen wir mit, 125 Arbeitsplätze zu erhalten. Diese werden von behinderten Menschen ausgefüllt, die sich sehr gut mit Briefmarken auskennen und die die geschickten Marken sortieren und weiter verkaufen. Denn es gibt weltweit viele Sammler. Der Verkaufserlös kommt direkt der Briefmarkenstelle in Bethel zugute.

Öffnet Euer Herz für Bethel und unterstützt unsere Aktion großzügig, indem ihr uns alte Briefmarken zukommen lasst, sie in die aufgestellten Boxen gebt (Pforte, Sekretariat, Bibliothek, Cafeteria und die Klassen der Unterstufe).

Wir bedanken uns im Voraus!

Simon Ngassa und die Vorbereitungsgruppe aus den Klassen 7a,c,d


Briefmarkenaktion Klasse 7 (Plath)
Friedensplatz 5-6
37308 Heilbad Heiligenstadt
 

Über den Dächern von Heiligenstadt

Was Schülerinnen und Schüler des der 8. Jahrgangs auf dem Dach der Martinskirche erlebten:

Bericht 1: Am Freitag, dem 24. Januar 2014 sind wir im Rahmen des Religionsunterrichts frühmorgens auf das Dach der St. Martinskirche gestiegen. Unser Thema ist nämlich grad „Kirchenbau“. Wir wollten wissen, wie das Gewölbe und die Bögen von oben aussehen, denn bisher haben wir sie immer nur von unten gesehen und uns theoretisch mit den Baustilen befasst. Der Pfarrer war so nett und zeigte uns die Kirche und war extra für uns so früh aufgestanden.
Um auf das Gewölbe zu kommen, mussten wir eine enge, teils unebene Steinwendeltreppe 115 Stufen raufkrabbeln, die manche schrecklich fanden, weil sie Platzangst bekamen. Man konnte sich aber immer an den Wänden abstützen, wenn man dachte, dass man nach hinten fällt. Auf der Treppe und auch oben auf dem Dach gab es nur das schwache Licht, das durch ein paar kleine vereinzelte Fenster kam. Auf der Treppe war es so dunkel, dass es sogar einen komplett dunklen Abschnitt gab. Wir haben auch Spinnen gesehen, das war richtig beängstigend. Oben angekommen, gingen wir dann auf einem Holzsteg mit Geländer über die Steingewölbe. Die Steine sahen total uneben und unbearbeitet aus und man konnte das Holzgerüst sehen, was die Steine stützt. Ich war fasziniert davon, wie genau man damals schon messen und bauen konnte. Ziemlich beeindruckend war es durch die Löcher in den Schlusssteinen in die Kirche unten zu schauen. Da sah man erst mal, wie hoch wir über dem Kirchenboden waren (laut Herrn Pfarrer Schultz waren es 22m). Diese Löcher dienen auch als Luftlöcher und ich konnte mit meinen Händen spüren, wie warme Luft durch die Löcher wehte. Weiter ging’s auf den Turm über eine kleine Treppe durch einen sehr niedrigen Durchgang, unter dem sich alle bücken mussten. Früher waren die Leute kleiner, da hat das gereicht. Das hat mich sehr gewundert. Wir fanden uns nun in einem sehr engen Raum wieder mit Seilen, Schnüren und Sicherungskästen und einem Fenster, das durch eine Holztür gesichert war. Die Elektrik gehörte zu der Turmuhr und man kann auch von hier aus die Glocken betätigen. Davor stand eine Leiter, die ich hochklettern durfte um aus dem Fenster lehnend Fotos zu machen. Es war einmalig, wie ich über die Dächer von Heiligenstadt gucken konnte.
Vorher hatte der Pfarrer übrigens die Glocken ausgestellt, weil es zu laut werden würde für unsere Ohren, wenn wir direkt daneben stehen.
Als alle, die aus dem Fenster schauen wollten, fertig waren, sind wir durch eine enge Falltür viele Leitern hinuntergestiegen, die nicht so verwirrend wie die Wendeltreppe waren,  und kamen im Seitenschiff der Kirche wieder unten an. Ich habe auf dem Weg noch einen rot-weißen Kreuzstein (Vierkantstein) an der Decke gesehen.  
Nachdem diese tolle Kirchenführung nun beendet war, ist mein Fazit, dass wir sowas ruhig öfter in der Schulstunden machen können.


Bericht 2: Am frühen Freitagmorgen durften wir das Dach der Martinskirche besichtigen. Als erstes fragte uns der Pfarrer, ob wir schon etwas über den Gotischen Baustil wussten und er erzählte uns etwas über den Bau der Martinskirche. Über eine sehr schmale und lange Wendeltreppe gelangten wir unter das Dach der Martinskirche. Dort war ein schmaler Holzweg, auf dem wir laufen konnten. Als alle oben waren, öffnete der Pfarrer ein Loch, durch das wir ca. 16 Meter in die Tiefe sehen konnten. Einige trauten sich nicht hinunter zu sehen, aber die, die sich trauten, machten mit ihren Handys Fotos.
Danach liefen wir den schmalen Holzweg entlang, bis wir zu einer Tür kamen. Der Pfarrer öffnete die Tür und wir mussten hindurch. Die Stufe war so hoch und die Tür so klein, dass mehrere sich den Kopf kräftig gestoßen haben. Hinter dieser Tür befand sich ein Raum, in dem eine Leiter nach oben führte. Der Pfarrer fragte, wer nach oben zu den Glocken wollte. Viele meldeten sich, doch es durften erst mal nur zwei Schüler hoch. Ich hätte nicht gedacht, wie eng es da oben bei den Glocken ist. Es gibt ja andere Kirchen, wo da oben sogar eine kleine Wohnung ist, das ginge hier gar nicht. Es hängen hier zwei große und zwei kleinere Glocken. Ich durfte dann noch via Räuberleiter zu einem kleinen Fenstervorsprung. Von dort aus hatte man einen perfekten  Blick über die Stadt. Ich machte mit meinem Handy ein Foto, um diesen schönen Blick festzuhalten.
Nach mir durften noch andere den wunderbaren Blick genießen oder zu den Glocken hochklettern. Im Turm haben wir auch Nester von Turmfalken gesehen.
So hoch oben und in dem engen, kleinen Raum kann einem schon ein bisschen Angst werden.  Wir alle mussten nun über Leitertreppen mit einem Geländer nach unten klettern. Nach dieser Treppe mussten wir noch eine ganz kurze Wendeltreppe hinunter und wir waren wieder auf dem Boden. Nach einem abschließenden Gespräch über den Bau der Kirche und ihre Besonderheiten gingen wir in die Schule zurück. Dass die Martinskirche z.B. nicht die typische Kreuzform hat, ist mir vorher nie aufgefallen. Aber dass die Kirche gotisch ist, kann man an dem schlanken hohen Bau und den Spitzbogenfenstern gut erkennen.
Was uns außerdem richtig gewundert hat, ist eine Kleinigkeit, die uns ganz zum Schluss gezeigt wurde: Wenn man vom Altarraum zur Orgel schaut, sehen die Wände links richtig schief aus. Erst nach einigem Überlegen kamen wir darauf, dass der Eindruck entsteht, weil sich dahinter die Wendeltreppe befindet, die man normalerweise gar nicht sieht.
In der Schule angekommen, berichtete ich erst mal meinen Klassenkameraden über den Besuch der Martinskirche. Ich persönlich fand es wunderbar, die Kirche nicht einmal nur von unten zu sehen. Ich hätte nicht gedacht, dass das Dach so weit ausgebaut ist. Hoffentlich machen wir so was noch einmal, denn es war einfach Klasse. Einen herzlichen Dank möchten wir Pfarrer Schultz aussprechen, denn er hat uns alles sehr schön und verständlich erklärt.

(Die Texte wurden aus 15 Originalberichten kombiniert)

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