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Das Schuljahr 2019/20 geht zuende

Der Schatz im Acker - Verborgene Schätze in der Corona Zeit entdecken und Dankbarkeit entwickeln – das war das Fazit, dass unser Schulseelsorger Markus Könen aus der „Schulzeit unter erschwerten Bedingungen“  ziehen konnte und in seinen Schuljahresendpredigten ausführte.  Coronagerecht gab es zum Ende dieses Schuljahres keinen gemeinsamen Gottesdienst, sondern jede Klassenstufe für sich feierte einen Gottesdienst in gebührendem Abstand.
Ein Regenschirm war anfangs das Symbol dieses Schuljahres gewesen und im Schulhaus aufgehängt. Beschützt, beschirmt sollten wir alle sein. Wie wichtig das werden würde, konnte unser Schulpfarrer natürlich vor einem Jahr nicht wissen, es sei denn er sei mit prophetischen Kräften begabt gewesen. Dem Schutz und Schirm fügte er jetzt frei nach der Liedzeile „Weine nicht, wenn der Regen fällt, es gibt einen, der zu dir hält“ (Drafi Deutsch) die Hoffnung auf einen gewinnbringenden Fortbestand der Schulgemeinschaft und des gemeinsamen Lernens hinzu. „Keine Panik“ gelte nach wie vor.

Zu den meditativen Orgelklängen, die unser junger Musiklehrer Jonas Gabel auf der Orgel zauberte , waren alle Gottesdienst-Teilnehmer eingeladen, darüber nachzudenken, wie wir einigermaßen gut durch die Krisenzeit gekommen seien und was für den Einzelnen positive und eher negative Erfahrungen gewesen seien.

Zum Text des Matthäus Evangeliums (Mt 13,31-58 – Vom Schatz im Acker und der kostbaren Perle) entwickelte Pfarrer Könen seine Gedanken in der Predigt. Wie im Gleichnis habe es in der vergangenen Zeit viele Schätze gegeben, über die so mancher gestolpert sei.
Damit, dass die Schule am 16. März 2020 geschlossen worden sei, habe niemand gerechnet. Ein anderer Weg, ein Umweg habe vor uns gelegen. Ein Weg, dem wir nicht auf Anhieb hätten vertrauen können. Es sei wie eine Erfahrung in den Alpen, die Pfarrer Könen als Beispiel erzählte, wo er einem wenig begangenen Trampelpfad gefolgt sei statt der bevölkerten gewohnten Route. Dieser Trampelpfad sei nicht unbedingt eine Abkürzung gewesen, wie sich herausstellte, aber er habe genau dort handballgroße wunderschöne Bergkristalle entdeckt, die er nie gesehen hätte, wenn er den Umweg nicht gewagt hätte. Auf dem Umweg liege der Schatz. Auf dem Umweg, den dieses Schuljahr genommen habe, seien auch Schätze unter den Schülern entdeckt worden. So hätten sich z. B. spontan 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10-12 engagiert, um bedürftigen Menschen durch Einkauf oder Kinderbetreuung in dieser schwierigen Zeit zu helfen. Und zwar nicht nur einmal, sondern täglich, manchmal bis zu vier Stunden lang. So ein Durchhaltevermögen habe man von den Schülerinnen und Schülern gar nicht vermutet. Jeder habe in dieser Zeit Erfahrungen gemacht, die er nicht erwartet habe. Skype-Frühstücke, neue Möglichkeiten der Kommunikation, der Bewegung . Jeder möge darüber nachdenken, was er bei allem Frust und Ärger, bei aller Enttäuschung und Traurigkeit Neues, Wertvolles entdeckt habe. Die Tatsache, dass wir „noch ganz glimpflich“ davon gekommen seien und daneben neue Erfahrungen und Wahrnehmungen hätten machen können, habe vor allem eins in den Raum gestellt: Dankbarkeit.

Mit einer Handy-Aktion konnten die Gottesdienstbesucher Wünsche und Bitten an eine Nummer senden, die sofort von Pfarrer Könen vorgelesen wurden. Zumeist waren es Wünsche für andere, für wieder einkehrende Normalität, für  Gemeinsamkeit und Gemeinschaft, dafür, dass man andere verstehen lerne. Wichtig sei aber vor allem der Segen Gottes, um den gebeten wurde.

Es sei noch erwähnt, dass aus alltagspraktischen Gründen die  Gottesdienste auch dafür genutzt wurden, die Sieger des „Big Challenge“ zu ehren, damit ihre Würdigung in diesem Jahr nicht unter den Tisch falle.

Das abschließende Orgelstück von Jonas Gabel gab den Gottesdienstbesuchern noch einmal Zeit zum Nachsinnen über das Gesagte. Herzlichen Dank für diese geistlichen Stunden! 


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