Was sagt die Schüler- und Elternschaft?

Für die Schulkleidung gibt es in der Schule eine eigens dafür hergerichteten Raum. Hier hängen die Modelle zum Anprobieren, hier werden die Bestellungen verwaltet und hier arbeitet die Schulkleidungs-AG. Sie besteht derzeit insgesamt aus 31 Mitgliedern der Schulgemeinschaft (Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft). Einige von ihnen haben aufgeschrieben, was sie über das Schulkleidungsprojekt denken.

Frage:  Was ist die Schulkleidungs-AG?

"Unsere Arbeitsgemeinschaft Schulkleidung, besteht aus ungefähr 15 Schülerinnen und Schülern, die im Alter von 12 bis 17 Jahren sind (Jahrgangsstufen 7-11). Die Gruppe ist gemischt, besteht jedoch überwiegend aus Mädchen. Die hauptverantwortlichen Lehrer der AG sind Frau Plath und Frau Siegl. Unsere AG trifft sich in unregelmäßigen Abständen, immer wenn ein Event oder Vorstellung der Schulkleidung anliegt. Wir beratschlagen uns und machen uns Gedanken über die Schulkleidung, was verbessert werden muss, z.B. Schnitte oder Farben, so haben wir es z. B. erreicht, dass die Schulkleidung in wesentlich mehr Farben als ursprünglich vorgesehen angeboten wird. Außerdem besitzen wir einen extra Schul-Shop, der von der Schule bereit gestellt wird, dieser Raum ist in der Mittagspause geöffnet, und Schüler der AG und ein Lehrer befinden sich während der Zeit in dem Raum und stehen für weitere Fragen zur Verfügung. Die Schüler können die verschiedenen Modelle und Größen anprobieren und auch ihre Bestellzettel abgeben. Wir bereiten mit unserer AG Modenschauen vor, um unsere Kollektion den anderen Schülern vorzuführen. Die Arbeitsgemeinschaft macht allen Schülern Spaß, und wir finden, es ist ein tolles Projekt“. (Anne und Lisa, Kl. 8, 27.11.08)

 â€žIn der Schulkleidungs- AG sind fast nur Mädchen. Wir organisieren Modenschauen und laufen auch oft selbst mit. Wir kontrollieren die Bestellungen, schauen, ob alle Sachen vorhanden sind und ob die Logos an der richtigen Stelle sind. Meistens haben wir in den Mittagspausen Treffen und besprechen was wir verbessern und verändern können. Wir durften selbst entscheiden, was wir an den Klamotten verändern wollen, z.B. Schnitte, Farben und Logos. Auch haben viele Schüler Teile der Schulkleidung bestellt und tragen sie gerne. Wenn man sich nicht sicher über die Farbe oder Größe ist, kann man in den Mittagspausen den Schulshop besuchen und wird dort von Schülern und Lehrern beraten. In dem Schulshop befindet sich eine große Auswahl der Schulkleidung. Dort kann man auch die Bestellung abgeben“. (Juliane, Kl. 8, 28.11.08)

 â€žAlso, ich sehe das Projekt als eine Initiative zur Verbesserung des Zu(sammen)gehörigkeitsgefühls der Schüler zur Schule und untereinander. Ich denke es kann durchaus dazu beitragen, das Schulklima insgesamt ein bisschen aufzubessern. Im Prinzip ist Mode doch immer eine schöne Sache, und Mode mit Schule zu kombinieren ist doch mal eine gute Idee.
Ich mache mit, weil es mir Spaß bereitet bei solchen Projekten mitzuarbeiten und sie aufzubauen. Es ist doch immer schön zu sehen, wenn etwas, wobei man mitgeholfen hat, gut funktioniert und außerdem ist die Mitwirkung nicht langweilig oder besonders schwierig, da es viele Helfer gibt und niemand irgendwas hilflos alleine machen muss.
Ich verspreche mir durch meine Mitarbeit nur den Erfolg des Projekts, aber nicht etwas für mich selber. Denn ich mache mit, weil ich denke, es ist wichtig sich in solche Projekte einzugliedern und mitzuhelfen.
Für die Schule wäre es ein Erfolg, wenn das Projekt Schulkleidung erfolgreich anlaufen würde. Denn was ist schöner als Schüler, die sich in der Öffentlichkeit zu ihrer Schule bekennen und gleichzeitig auch ein bisschen Werbung machen? Vom verbesserten Schulklima einmal ganz abgesehen.
Unsere Schule würde mit gutem Beispiel einer guten Sache vorausgehen.
Deshalb sehe ich auf jeden Fall dieses Projekt als sehr sinnvoll an und ich finde es toll, meinen Teil dazu beitragen zu dürfen“. (Sophie, 11. Jg., 26.11.08)

„Ich hätte nicht gedacht, dass das Projekt, Schulkleidung an der Bergschule St. Elisabeth, von den Schülern so gut angenommen wird. Zahlreiche Bestellungen und immer mehr Schüler mit Logos auf Brust, Rücken oder Hüfte sind auf den Korridoren zu bestaunen.  Ich engagiere mich in der Schulkleidungs-AG, da mir dieses eine Möglichkeit gibt, hinter die Kulissen zu schauen und zu sehen, wie, von wem und ob meine Schulkleidung ökologisch und ordnungsgemäß hergestellt wird.
Als eine der ersten Schulen, die sich für solch ein Projekt einsetzt, kommen wir dem Ziel ,Schule ohne Rassismus einen Schritt näher. (Katharina, Kl. 9 , 27.11.08)

Elternschaft:
„Hier einige Gedanken:
a. aus meiner Sicht wird es interessant sein zu beobachten, ob Schüler und Eltern eine "lockere" nicht uniformierte Schulkleidung akzeptieren, mögen und gelegentlich sowie zu besonderen schulischen Anlässen tragen. Mir persönlich gefällt die bunte Schulkleidung mit den dezenten Logos bzw. dem Schriftzug gut. Insbesondere auch, weil ich aus unserer Zeit in Afrika die Schul-Uniformen kenne. Allerdings finde ich letztere immer noch wesentlich besser als der Kampf um die teuersten Markenklamotten, verbunden mit dem Ausschluss derjenigen, die es sich nicht leisten können oder wollen.
Für Schüler und Eltern, die Bio-Fasern und die sozialverträgliche Erzeugung würdigen, d.h. ja sehr konkret die höheren Preise akzeptieren, ist es spannend herauszufinden, ob nach einiger Zeit vielleicht der ein oder andere auch außerhalb der Schulkleidung auf Bio und Fair-gehandelt beim Kleidungskauf achtet (selbst C&A hat das ein oder andere aus Biowolle...)
b. Ich unterstütze die Schulkleidungs-AG (zumeist und berufsbedingt ideell und mit Ratschlägen), weil mir aus der persönlichen Erfahrung das Thema fairer Handel und standortgerechte (das muss nicht immer Bio sein) Landwirtschaft sehr am Herzen liegt. Für meine Kinder hoffe ich, dass sie sich mit der Kleidung in der Schule wohl fühlen und hin und wieder über die Themen Bio und fairer Handel nachdenken.
c. Für das Image der Schule finde ich diese beiden Themen plus die dezente und bunte aber dennoch indentitätsstiftende Schulkleidung ideal: nicht verbohrt, nicht uniformiert aber bunt und fair gemeinsam etwas erreichen! Die Witzenhäuser Öffentlichkeit wird über den Schriftzug vielleicht etwas mehr wahrnehmen, wo denn die vielen Kinder morgens mit dem Zug hinfahren. Als Mekka des Biolandbaus ist es für Witzenhausen und die hiesigen Schulen vielleicht eine Herausforderung und Anregung auch so etwas zu versuchen. (Thomas Raussen, Elternvertreter, 27.11.08)

 

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Erholsame Ferien bis zum Schulbeginn am Montag, den 15. Oktober 2018!