Milchwirtschaft in Afrika? Was geht mich das an? Das mögen sich die Schülerinnen und Schüler unserer 10. Klassen gefragt haben, bevor sie M. Diallo aus Burkina Faso kennengelernt haben. Am Montag erklärte er, wie Bauern in seiner Heimat durch clevere Ideen die Haltung von Milchkühen in seiner Heimat optimierten. Von Futter, das vor Schädlingen schützt, bis zu Minimolkereien, in denen über Solarenergie die Milch frisch gehalten wird.
Aber große Lebensmittelkonzerne aus Europa liefern billiges Milchpulver, das von seinen Landsleuten schon deshalb gekauft wird, weil es billiger ist. Aber dadurch gefährden sie die wirtschaftlich Grundlage der eigenen Bauern. Und noch schlimmer: frische Milch ist nicht belastet mit Keimen. Wohl aber das Wasser, mit dem in Burkina Faso aus dem Milchpulver etwas milchähnliches gemacht wird. Das gefährdet besonders kleine Kinder!
Wir wurden darauf hingewiesen, dass auch unsere Milch oft schon einen weiten Weg hinter sich hat, bevor sie in unsren Kühlschrank kommt. Wir wurden aufgefordert das zu bedenken, wenn wir das nächste Mal Milch kaufen ...


