Der 8. Mai – ein geschichtsträchtiger Tag: für Deutschland ein Tag der Befreiung nach den 12 Jahren des Faschismus, für unsere Bergschule ein Tag der Erinnerung an die Geburtsstunde Europas durch einen Plan, den der damalige französische Außenminister Robert Schuman vorgeschlagen hat und der die Grundlage für die heutige Europäische Union und die friedliche Zusammenarbeit der europäischen Nationen geschaffen hat.
Um den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 die Bedeutung dieses Tages zu veranschaulichen, initiierte die Fachschaft Sozialkunde unter der Federführung von Frau Hahne und unter der kräftigen Mitwirkung von Kolleginnen und Kollegen anderer Fachschaften sechs Workshops, in die sich die Schülerinnen und Schüler einwählen konnten:
Kulinarisch wurde es im Workshop „Europa entdecken – Europa schmecken“, bei dem die Teilnehmenden eine Reise durch die vielfältigen Geschmäcker Europas unternahmen. Kreativität war im Workshop „Europa kreativ“ gefragt: Hier entstand ein Mosaik mit dem Europaschule-Logo, das künftig unseren Schulneubau in Leinefelde schmücken soll. Im englischsprachigen Workshop „Discovering Europe“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Möglichkeiten, Europa als junger Mensch zu entdecken und zu erleben.
Auch aktuelle und gesellschaftliche Themen standen im Mittelpunkt: Im Workshop „ESC im Klassenzimmer“ drehte sich alles um den Eurovision Song Contest, während im Workshop „Braucht Europa eigene Atomwaffen?“ im Rahmen einer Talkshow kontrovers über die verschiedenen Positionen zu dieser Fragestellung diskutiert wurde. Ihre Medienkompetenz konnten die Teilnehmenden schließlich im Workshop „Medien und Journalismus“ stärken, indem sie im „Bad News Game“ Manipulationsstrategien in den Medien untersuchten und sich mit dem Gerfahrenpotenzial von Fake-News auseinandersetzten.
Übergeordnetes Ziel für uns als Europaschule war es dabei, Europa und die Europäische Union als schützenswert zu erkennen, weil es sich um gelebte Demokratie handelt, weil man im besten Falle als junger Mensch erkennt, dass die anderen Europäer vielleicht anders essen, musizieren, studieren, leben und lernen – dass aber etwas oder jemand, der anders ist als man selbst, nur anders ist und nicht besser oder schlechter.
Zu erkennen, dass Europa Vielfalt und Miteinander sowie Ringen um richtige Wege und Entscheidungen bedeutet – manchmal schwierig, langatmig, nervtötend und überreguliert, aber immer noch so viel besser als nationalen Egoismen, nationalem Besitzstandsdenken und Abschottung das Wort zu reden –, nicht zuletzt das erhofft sich unsere Schulgemeinschaft und insbesondere die Fachschaft Sozialkunde von diesem Tag.
Text: K. Fiebelkorn, D. Kämpfe





