Die (etwas) andere Sportstunde: Basketballunterricht von Profis
Was für eine Aufregung, was für eine Spannung in der Sporthalle am Donnerstagvormittag. Wie wird das wohl werden, wie groß ist der Basketballer wirklich. Viele Fragen, auf die es ab halb Zehn die lang ersehnten Antworten gab. Ein Trainerteam um Damen Headcoach Jennifer Kerns vom Damen Regionalliga Team der BG 74 Göttingen mit tatkräftiger Unterstützung des 27-jährigen BBL Spielers Chris McNaughton vom Bundesligamännerteam wurde von über 60 erwartungsfrohen Sechstklässlern herzlich empfangen. Zügig wurde mit den Übungsreihen begonnen, bei denen zunächst kleine Ballgewöhnungsaufgaben im Mittelpunkt standen. Die Anweisungen von Jennifer Kerns kamen in englischer Sprache, sodass der Unterricht durchaus schon das Prädikat „Bilingual“ bekommen konnte. Zur Sicherheit übersetzten ihre Mitstreiter noch kurz wesentliche Inhalte. Dabei kam Chris McNaughton häufig zum Einsatz, der Deutsch – Amerikaner (gebürtig aus Unterfranken) leitete speziell die Einheit zum „Defense“ in lupenreinen Deutsch. Sichtlichen Spaß bereitete dem Basketballprofi die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, die immer staunend zu dem 2,11 m großen Centerspieler aufblickten. Viel zu schnell verging die Übungszeit, zum Schluss bekamen die Kinder noch kleine Aufmerksamkeiten sowie eine Einladung zu einem Trainingscamp der BG 74 Ende März. Ein Abschlussbild durfte nicht fehlen und bereitwillig gab Chris McNaughton noch einige Autogramme. Ein paar Schülerinnen hatten noch kurze Fragen an den Gast vorbereitet, die er gern beantwortete. Herr Buhrow zeichnete alles auf Video auf. Zum Schluss wurde Herrn Weidemann noch eine offizielle Urkunde und ein Shirt der BG 74 Göttingen überreicht. Wir sind nun offiziell Partnerschule der Göttinger Basketballer! Diese Trainingsstunde wird vielen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben!
Hier sind einige interessante Fotos von der Trainingsstunde:
4. März 2010
Mancher dacht’: „Das schaff’ ich nie.“ Und sieh da: Heut’ fährt er Ski!
Vom 21. bis 26. 2. 2010 fuhren wir, die drei siebten Klassen der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt , nach Lindenberg im Allgäu zum Skilager. Am Sonntagmorgen ging es mit 8 Lehrern und 76 Schülern los. Nach achtstündiger Busfahrt hatten wir schließlich unser Ziel, den Bayernpark in Lindenberg, erreicht. Dort ging es nach einer stärkenden Mahlzeit an das Verteilen der Bungalows, wo wir zu sechst oder acht in kleinen Bungalows mit toller Sicht auf die Berge untergebracht wurden. Am Abend gingen wir früh ins Bett, denn der nächste Tag versprach sehr vielversprechend, aber auch anstrengend zu werden.
Um halb Acht gab es dann am nächsten Tag Frühstück und eine Stunde später brachten uns zwei Busse in das Skigebiet nach Steibis. Dort angekommen, bekamen wir unsere Skiausrüstung und die Skihelme. Es ist ja bekannt, dass der erste Tag am schwersten ist, was uns dann auch klar wurde, da man als Laie schon Probleme hatte in die Skier rein und raus zu kommen! Und als man endlich drin stand, gab es die Probleme nach vorne oder nach hinten zu rutschen, oder auch einfach gerade stehen zu bleiben. Als wir dies nun einigermaßen beherrschten, fingen wir an zuerst mit einem Ski eine Strecke lang zu rutschen, was einigen schon mächtig Probleme bereitete, und es nicht selten war, dass man hinzufallen drohte. Danach das Ganze mit 2 Skiern, das noch mehr Probleme machte, da man nun auf beide Skier achten musste. Nachdem wir nun stehen, rutschen und schon etwas lenken konnten, lernten wir das Bremsen, welches sehr kompliziert war. Wir rutschten den Berg runter, und manche brauchten wohl fünf Anläufe bis sie es schafften richtig zu bremsen. Die Fortgeschrittenen unter uns, die Profis sozusagen, halfen uns und gaben uns auch Tipps. Mittages-sen gab es nun jeden Tag in einem Restaurant nahe der Talstation im Skigebiet. Gut aufgetankt nutzten wir jeden Tag, um nachmittags noch mehr Sicherheit auf den ungewohnten Skiern zu bekommen.
Am nächsten Tag wurden wir je nach Können in verschiedene Gruppen eingeteilt, in Anfänger, mittlere Fortgeschrittene, Fortgeschrittene, mittlere Profis und Superprofis, je nach Könnensstand durften wir auch in den nächsten Tagen die Gruppen wechseln. Zum oberen Teil des Skigebietes fuhren wir mit einer 8-er Gondel hoch, von wo aus man eine herrliche Aussicht genießen konnte. Zum Lernen gab es hier auch kleinere Pisten, wo wir mit kleineren Liften oder Förderbändern wieder nach oben kamen. Am Dienstag war zunächst schönstes Winterwetter, als wir frisch gestärkt aus der Mittagspause kamen, überraschte uns jedoch ein schlagartiger Wetterwechsel, so dass es in Strömen regnete. Dazu kam noch, dass wir nach dem Mittagessen das erste Mal Tellerlift fuhren, was manchen Schülern schon allein Probleme bereitete. Durch die nassen Wetterverhältnisse wurde der Schnee sehr schwer und das Fahren bereitete einigen von uns mehr Mühe als gedacht. Als wir in die Unterkunft zurückkehrten, hofften wir, dass bis zum Morgen alle Skisachen wieder trocken würden. Das klappte dann zum Glück auch zum größten Teil. Dass Schnee nicht immer vergnüglich ist, mussten wir am darauffolgenden Morgen erfahren, da zahlreiche Dachlawinen von den Bungalowdächern über Nacht herunterkrachten, so dass wir erst einmal die Tür vom Schnee freischaufeln mussten, bevor wir zum Frühstück gingen. Wie am Vortag begannen wir erst einmal auf kleineren Pisten. Allerdings durften wir danach das erste Mal die große Talabfahrt in einzelnen Etappen herunterfahren. Es ist schon Wahnsinn, wenn man bedenkt, vor 3 Tagen gerade einmal auf Skiern stehen zu können! Die Talabfahrt war beim ersten Mal schon recht schwer, so dass einige unfreiwillig mit dem weißen Element Kontakt bekamen. Insgesamt fuhren wir die Talabfahrt noch weitere vier Mal, wobei sich die Abstände der Etappen immer weiter vergrößerten und wir immer sicherer die Piste beherrschten. Jeden zweiten Tag gab es nach dem Abendessen die „Bilder des Tages“, die immer für viel Vergnügen sorgten. Der fünfte Tag wurde noch einmal voll ausgekostet, da wir alle wussten, dass es der letzte volle Skitag sein würde. Daher nutzen wir die Zeit, und kamen etwas später als sonst am Bus an, der uns zu den Bungalows fuhr. Dort angekommen gab es am Abend noch zahlreiche „Schneeballgefechte“, die aber auch ohne Verletzungen, ganz friedlich beendet wurden. Nach dem Abendessen wurden die Einzelheiten des nächsten Tages geklärt, der anders verlief als die anderen. Es war Großputz an-gesagt, so dass wir unsere Bungalows wieder in den Ursprungszustand versetzen mussten. Wie schon an den anderen Tagen war um 22:00 Uhr Nachtruhe, die wir nutzten, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.
Am Morgen des letzten Tages, mussten wir uns besonders beeilen, denn die Abnahme der Bunga-lows stand an. Nachdem diese gut verlaufen war, gab es Frühstück, und danach ging es zum vorerst letzten Mal auf die Piste in Steibis. Wir fuhren nur am Vormittag Ski, noch ein allerletztes Mal, dann gaben wir die Skier wieder ab, und fuhren zurück nach Lindenberg, wo der große Doppeldecker Bus schon wartete. Schnell umgezogen verstauten wir unser Gepäck und gegen 15 Uhr konnte die Rückfahrt beginnen. Sie verlief wie die Hinfahrt, bequem und lustig. Der nette Busfahrer hat auf unseren Wunsch auf der Rückfahrt sogar einen Mc Donald’s angesteuert, dann ging es weiter gen Witzenhausen und Heiligenstadt. Nachdem unsere Witzenhäuser Mitschüler zuerst ausstiegen erreichten wir ca. 23:00 Uhr Heiligenstadt, wo die Eltern uns schon erwarteten und wir mit vielen neugierigen Fragen empfangen wurden. Insgesamt war es ein sehr schönes Skilager, das sehr von den tollen Erlebnissen beim Skifahren und der Freundlichkeit der Bayern geprägt war – auch wenn wir ihre Mundart nicht immer verstehen konnten . Es wird uns ganz sicher noch lange in schöner Erinnerung bleiben. Die sechsten Klassen können sich schon auf eine echt coole Skiwoche freuen!
Die Klassen 7a, 7b und 7c der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt

















